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Wie ein schießwütiger Bad Guy

Am Anfang war die Gemeinschaft. Dann kam der Staat und mit ihm der Markt. Der hat seine besten Zeiten hinter sich und kämpft gegen den eigenen Bedeutungsverlust. Die Kosten dieses Abwehrkampfs sind hoch.

Im Zweifelsfall wird der Markt es richten. Das ist zumindest in unseren Breitengraden noch immer die Überzeugung der politischen Mehrheit. Und wenn etwas nicht so läuft, wie es sollte, fragt sich diese Mehrheit immer zuerst, ob der Fehler nicht bei einem Mangel an Wettbewerb liegt. Zuerst müssen wir einmal die Mittel erarbeiten, mit denen wir dann die Probleme lösen.

Diese Überzeugung beruht auf den Erfahrungen der Vergangenheit. Es gab eine Zeit, in der der Markt tatsächlich viele unserer damals noch vorwiegend materiellen Probleme gelöst hat. Oder im Jargon der Ökonomen formuliert: Zeiten, in denen die Preise noch Knappheitssignale waren und echte Bedürfnisse signalisierten.

Der Markt sendet keine brauchbaren Signale mehr

Dass der Markt heute keine brauchbaren Signale mehr sendet, ist in erster Linie eine Folge der ungleichen Einkommensverteilung. Wenn 30 bis 50 Prozent aller Markteinkommen an die reichsten 10 Prozent der Haushalte und nur 4 Prozent an die ärmsten 30 Prozent gehen, dann kann man nicht mehr davon reden, [...]

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