Andrew Parsons/ i-Images / CC BY-ND 2.0, Link

Wer setzt die Regeln nach dem Brexit?

Der Brexit hat eine brisante Eigendynamik entwickelt. Großbritannien ist kurz nach dem Austritt bereits meilenweit von der EU abgerückt.

Der Brexit ist vollzogen, doch noch herrscht „Business as usual“. Keines der Worst-Case-Szenarien, die vor dem EU-Austritt an die Wand gemalt worden waren, ist eingetreten. Ein Börsencrash ist bisher ebenso ausgeblieben wie der befürchtete „Hard Brexit“.

Selbst die britische Wirtschaft, der viele den Niedergang vorausgesagt hatten, hält sich relativ gut. 2019 meldete Großbritannien sogar höheres Wachstum als Deutschland.

Im neuen Jahr könnte es aber doch noch ernst werden. Denn London und Brüssel gehen mit völlig unterschiedlichen Vorstellungen in die nun begonnenen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen, das nach dem Ende der Übergangsphase am 31. Dezember 2020 in Kraft treten soll.

Die EU setzt auf „Fair Play“ und verbindliche Regeln, an die sich die Briten auch in Zukunft halten sollen. Im Mittelpunkt des Verhandlungsmandats für Chefunterhändler Michel Barnier stehen faire Wettbewerbsbedingungen, das so genannte „level playing field“.

Um ungehinderten Zugang zum Binnenmarkt zu behalten, soll sich London zur Einhaltung der ökonomischen, sozialen und umweltpolitischen Standards der EU verpflichten.

Demgegenüber strebt der britische Premier Boris Johnson die Wiederherstellung der „wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit“ an. [...]

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