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Euro | 03.07.2020

Das Drama geht weiter

Ashoka Modys „Eurotragedy“ ist eine gut recherchierte und klar strukturierte Darstellung einer verfehlten europäischen Währungspolitik. Sie zeigt, dass die Einheitswährung von Anfang an auf fehlerhaften Prämissen basierte.

Im Juli wollen sich die Staats- und Regierungschefs in Brüssel treffen, um über das größte Hilfspaket in der Geschichte der EU zu verhandeln. „Die Brücken, die wir noch zu bauen haben sind groß“, sagte die Kanzlerin, nachdem ein virtueller Gipfel im Juni ohne Einigung blieb. Tatsächlich befindet sich die EU in einer tiefen Krise. Seit Beginn der Corona-Pandemie bemüht sie sich um eine einheitliche Linie. Aber gestritten wird über vieles – so zum Beispiel darüber, ob das 750 Milliarden-Euro-Hilfspaket, das die EU-Kommission vorgeschlagen hat, überhaupt ausreichen wird und wer wieviel davon erhalten soll. Offen ist auch die Frage, ob die Hilfen als Kredit oder als Zuschuss ausgezahlt werden sollen.

Alte Trennlinien

Auslöser der jüngsten Krise mag die Corona-Pandemie sein. Doch die hat die alten Spaltungen innerhalb Europas nicht verursacht, sondern nur noch deutlicher zutage treten lassen. Der Ökonom Ashoka Mody, Professor an der Princeton University und Autor des 2018 erschienenen Buchs „Eurotragedy – A Drama in Nine Acts“ sieht die EU- Verwerfungslinien durch Italien verlaufen. [...]

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