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US-Konjunktur  | 08.09.2020 (editiert am 10.09.2020)

Amerikas Brechstange droht zu brechen

Der Abschwung Amerikas Wirtschaft beschleunigte sich im zweiten Quartal 2020 auf eine Jahresrate von knapp 32 Prozent. Der längste Aufschwung der US-Geschichte ist damit abrupt beendet.

Der Wirtschaftseinbruch war schnell und tief. Erst hatte die US-Regierung die Verbreitung des Coronavirus verschlafen, dann zog sie Ende März die ››Lockdown‹‹ Notbremse. Seit der Wiedereröffnung im Mai ist die Wirtschaft wieder auf Erholungskurs. Zunächst erschien diese auch ähnlich rasant wie der Absturz zu sein, Erholung nach dem ››V-Muster‹‹ (››V-shaped‹‹) war in aller Munde. Doch jetzt ist der Aufschwung ins Stocken geraten, – während die Arbeitslosigkeit auf historisch hohem Niveau verharrt und eine politische Einigung auf neue fiskalische Unterstützung weiter auf sich warten lässt.

Das Bureau of Economic Analysis hat Ende August seine zweite Schätzung für das Wachstum des US- Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal des Jahres 2020 veröffentlicht. Nach minus 5 Prozent im ersten Quartal betrug der Rückgang im zweiten Quartal 31,7 Prozent (Jahresrate). Was erklärt  die Tiefe des Wirtschaftseinbruchs?

Wachstumsbeiträge unterschiedlicher BIP-Komponenten

Der private Konsum macht rund 70 Prozent des US-BIP aus. Im zweiten Quartal sind die privaten Konsumausgaben um 34 Prozent eingebrochen (Jahresrate im Vergleich zum Vorquartal). Mit 43 Prozent war der Einbruch bei den Ausgaben für Dienstleistungen besonders stark. [...]

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