Dossier

Ach, Europa!

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Lesen Sie auf 112 Seiten spannende Analysen zur Krise der Friedensnobelpreisträgerin – und warum die Frage mehr oder weniger europäische Integration fast zwanzig Jahre nach dem Start der Währungsunion mehr denn je im Raum steht.

Nicht nur hat die globale Finanzkrise und die sich daran anschließende Rezession in vielen Mitgliedsländern die innere Zerrissenheit der Eurozone aufgedeckt. Sie hat auch den Aufstieg von Parteien und Bewegungen gefördert, die Europa als ein Projekt der Vergangenheit betrachten. Unversöhnlich und ideologisch aufgeladen sind die Debatten im öffentlich-politischen Raum, die ideologischen Gräben werden tiefer und das politische Klima wird rauer – auch innerhalb der alten politischen Lager und Parteien.

Gerade jetzt strebt die europäische Krise auf einen neuen Höhepunkt zu, weil die italienische Regierung aus Fünf Sterne und Lega offensichtlich versteht, dass sie unter den gegebenen institutionellen Rahmenbedingungen Italien nicht aus der Krise führen kann. Zuletzt nutzte Lega-Chef und Innenminister Matteo Salvini den Brückeneinsturz bei Genua, um der EU mit ihren Regeln zur Begrenzung der Staatsverschuldung eine indirekte Mitschuld an dem Einsturz zu geben.

Wie also kann und soll es weitergehen mit Europa? Dieser Frage versuchen wir uns möglichst unvoreingenommen und aus verschiedenen Perspektiven zu nähern – natürlich aber dennoch durch die MAKROSKOP-eigene theoretische Brille.

Wir stellen Fragen, die unter dem Bannfluch des „Populismus“ meist nicht mehr gestellt werden. Zum Beispiel, ob die die Europäische Union ein Schutzwall oder ein Einfallstor für für die neoliberale Globalisierung ist. Viele weitere Beispiele in diesem Heft zeigen, dass diese Frage auf komplexe und vielschichtige Sachverhalte verweist. Wir versuchen, ebenso vielschichtige Antworten zu finden.

Neben dem Themenschwerpunkt „Europa“ finden sie in diesem Heft auch Analysen und Kommentare zu wirtschaftspolitisch relevanten tagespolitischen Ereignissen, wie wir sie regelmäßig online auf MAKROSKOP behandeln. Alle Beiträge sind exklusive Originalbeiträge.

Inhaltsverzeichnis Editorial: Ach, Europa! Des Deutschen liebste Waffe wird stumpf Personenfreizügigkeit? Ein Grundlagenirrtum Deutsche Bank: Zu Tode gesiegt Von Populisten und Postdemokraten – oder: die Rückkehr des großen Streits „Politik muss sich mit der Wirklichkeit auseinandersetzen“ Italien: Die Ruhe vor dem Sturm Einstürzende Brücken, schwarze Nullen und die Last der zukünftigen Generationen Zu Hinter- und Untergründen der linken Kontroversen über die EU Europäische Union: Schutzwall oder Einfallstor? Wider den wirtschaftsliberalen Eurosuprastaat Ein Euro-Ausstieg darf kein Tabu sein Das Eurosystem auf tönernen Füßen Die EU als eine Volkswirtschaft? Hurra – wir sind Exportweltmeister! „Wer die Macht von Nationalstaaten leugnet, der verwechselt die Realität mit seinem Traum“ Furor gegen den Sozialstaat Die Konjunktur, der Zins und die Schulden

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