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(K)eine Zukunft für die Arbeit

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Die Hoffnungen und Ängste, die mit der Rationalisierung von Arbeit einhergehen, sind so alt wie die Geschichte des Kapitalismus selbst. Heute ist vor allem die Angst um die Zukunft der Arbeit mit aller Macht auf die Bildfläche zurückgekehrt. Ob Digitalisierung, Automatisierung, Grenzen des Wachstums – oder jetzt auch noch die Corona-Pandemie: Man könnte meinen, unsere Arbeitsgesellschaft ist multiplen Krisen ausgesetzt und hängt am seidenen Faden.

Die Zeiten, in denen sich Arbeiter ihr Eigenheim leisten, allein eine Familie ernähren und ein ganzes Leben bis zur sicheren Rente im gleichen Betrieb in der Heimat verbringen konnten – sie sind längst vorbei. Der Kampf um die Arbeit ist zu einem folgenreichen Standortwettbewerb geworden.

Ferner trägt der Digitalisierungsdiskurs auf breiter Front zu einer weiteren Abwertung und Verbilligung menschlicher Arbeit bei. Studien gehen vom Verlust zahlreicher Jobs und ganzer Berufsbilder aus. Gemalt wird ein (Alb-)Traum der Modernisierung, in dem vor allem körperliche Tätigkeiten gestrig und überflüssig sein sollen.

Doch wieviel davon ist ein geschaffener Mythos? Wieviel selbsterfüllende Prophezeiung? Wird die Wucht der Veränderung durch die Digitalisierung nicht maßlos überschätzt? Wie ungebunden und raumlos ist Arbeit wirklich? Geht uns die Arbeit tatsächlich verloren, oder ändert sie sich einfach nur? Kann der Staat die Zukunft der Arbeit nicht vielleicht doch mehr gestalten und garantieren als gemeinhin angenommen? Und zeigt uns die Corona-Krise nicht gerade, wie wichtig Arbeit genau dort ist, wo sie schlecht bezahlt wird? Mit anderen Worten: Ist und bleibt Arbeit nicht auch in Zukunft systemrelevant?

Inhaltsverzeichnis

Der Neoliberalismus ist tot! – Wirklich?
von Paul Steinhardt

Die erste Revolution, die ausgerufen wurde
von Stefan Sauer

Wie den Ökonomen die Arbeit abhanden kam
von Hartmut Reiners

Die Entlohnung von Arbeit und Kapital im ökonomischen Mainstream
von Günther Grunert

Arbeitsmigration als „Quelle des Wohlstands“?
von Hannes Hofbauer

Großbritannien als Jobfabrik Europas?
von Sabine Beppler-Stahl

„Diese Krise wird Grundsatzfragen zurückbringen“
Interview mit Nils Heisterhagen

Was von der Arbeit bleibt
von Rainer Fischbach

Selbst sollen Sie sein!
von Dorian Hannig

Die räumliche Dimension der Arbeit
von Werner Vontobel

Risiko Plattformarbeit
von Alexander Leipold

Die Drecksarbeit der Zukunft
von Roberto De Lapuente

Drei Wege zur Forderung einer Jobgarantie
von Dirk Ehnts und Maurice Höfgen

Überwindung des Kapitalismus ohne Überwindung des Globalismus?
von Thomas Fazi

Unterstützung in der Corona-Krise: Warum kein bedingungsloses Grund- einkommen?
von Friederike Spiecker

Der Lohn und die Produktivität
Interview mit Prof. Dr. Gabriel Sinnfeld

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