{"componentChunkName":"component---src-templates-article-tsx","path":"/192026/warum-der-neubau-in-deutschland-trotz-politischer-impulse-stagniert/","result":{"data":{"allDatoCmsArticle":{"edges":[{"node":{"id":"DatoCmsArticle-bxqGHA8WSJyGzm2yau8qTQ-de","slug":"warum-der-neubau-in-deutschland-trotz-politischer-impulse-stagniert","articleType":"Normal","visibility":"Geschlossen","deactivateAudio":false,"authors":[{"id":"DatoCmsAuthor-M5M4Zm1vRGeaR97j8w3ZhA-de","slug":"nikita-hollmann","name":"Nikita Hollmann ","description":"<p><strong>Nikita Hollmann</strong> studiert Political and Social Studies und Geographie an der Uni W&uuml;rzburg,<br />mit Schwerpunkt auf Stadtgeographie und speziellen Soziologien.<br /><br /></p>","shortDescription":"","picture":null,"books":[]}],"title":"Warum der Neubau in Deutschland trotz politischer Impulse stagniert","smallTitle":"Kurz & News","publishDate":"2026-05-29T00:00:00+02:00","editDate":null,"seo":{"image":{"fixed":{"src":"https://www.datocms-assets.com/19658/1780048378-imago-dts-nachrichtenagentur.jpg?auto=format&fit=crop&h=627&w=1200"}}},"image":{"title":"IMAGO / dts Nachrichtenagentur","fluid":{"base64":"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQAAAQABAAD/2wCEAAoHBwgHBgoICAgLFQoLDhgQGhYNDhYQFRUOFx8cGCIfFiEmHyslHSkoHRUWJDUlKC0vMjIyGSI4PTcwPCsxMi8BCgsLDg0OFhAQHDsoHRwvLy8vLzs7OzUvLy8vLy8vLy8vLzsvLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vL//AABEIABAAGAMBIgACEQEDEQH/xAAXAAADAQAAAAAAAAAAAAAAAAAABgcF/8QAIBAAAAYBBQEAAAAAAAAAAAAAAAECAwQFBhEhUWFxFP/EABUBAQEAAAAAAAAAAAAAAAAAAAIB/8QAFxEAAwEAAAAAAAAAAAAAAAAAAAESAv/aAAwDAQACEQMRAD8AnFdGVJmpUXIq9JHcRB06Efrbf5HSUZB/psrU5HMi4CWWWsoXsyacKcr0Ay8nsXpU9W+2oBJYryf/2Q==","aspectRatio":1.5,"width":3609,"height":2406,"src":"https://www.datocms-assets.com/19658/1780048378-imago-dts-nachrichtenagentur.jpg?auto=format","srcSet":"https://www.datocms-assets.com/19658/1780048378-imago-dts-nachrichtenagentur.jpg?auto=format&dpr=0.06&w=3609 200w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1780048378-imago-dts-nachrichtenagentur.jpg?auto=format&dpr=0.12&w=3609 400w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1780048378-imago-dts-nachrichtenagentur.jpg?auto=format&dpr=0.23&w=3609 800w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1780048378-imago-dts-nachrichtenagentur.jpg?auto=format&dpr=0.34&w=3609 1200w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1780048378-imago-dts-nachrichtenagentur.jpg?auto=format&dpr=0.45&w=3609 1600w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1780048378-imago-dts-nachrichtenagentur.jpg?auto=format&dpr=0.67&w=3609 2400w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1780048378-imago-dts-nachrichtenagentur.jpg?auto=format&dpr=1&w=3609 3609w","sizes":"(max-width: 800px) 100vw, 800px"},"customData":{}},"content":[{"__typename":"DatoCmsText","id":"DatoCmsText-R3_RCt15QqyhCV8wskliqQ-de","text":"<h3 class=\"MsoNormal\">Hohe Zinsen, teures Bauland und geopolitische Risiken bremsen den Neubau. Aktuelle Daten zeigen: Trotz politischer Gegenma&szlig;nahmen durch den &bdquo;Bau-Turbo&ldquo; ist eine schnelle Erholung auf dem Wohnungsmarkt kaum in Sicht.<o:p></o:p></h3>\n<p class=\"MsoNormal\">Wie das Statistische Bundesamt letzte Woche mitteilte, wurden 2025 insgesamt 206.600 Wohnungen fertiggestellt &ndash; das waren 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit sank die Zahl gebauter Wohnungen das zweite Jahr in Folge deutlich: 2024 waren es 14,4 Prozent weniger. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Meldung des Statistischen Bundesamts setzt die Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) zus&auml;tzlich unter Druck, die bereits mit einem wachsenden Unmut &uuml;ber Wohnungsnot konfrontiert ist. Gegen&uuml;ber der Rheinischen Post zeigt sie sich dennoch optimistisch und verweist auf die zuletzt deutlich gestiegenen Baugenehmigungen:<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">&ldquo;Unsere Baupolitik, die auf Investitionen, Beschleunigung und die Reduzierung der Baukosten setzt, zeigt bereits Wirkung\", sagte Hubertz. \"Der vor einem halben Jahr gez&uuml;ndete Bau-Turbo findet in sehr vielen Kommunen bereits heute Anwendung&rdquo;. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Mit dem Bau-Turbo und &Auml;nderungen am Baugesetzbuch sollen die Planungs- und Genehmigungszeiten von Bauprojekten deutlich reduziert werden. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Den Handlungsbedarf untermauern aktuelle Umfragedaten. F&uuml;hrungskr&auml;fte bewerten unter anderem die B&uuml;rokratie &ndash; besonders im Umgang mit Bau&auml;mtern &ndash; als gro&szlig;es Problem. Im <em>United Interim Wirtschaftsreport 2026</em>, der auf einer Umfrage unter 550 F&uuml;hrungs&shy;kr&auml;ften auf Zeit basiert, stufen 83 Prozent die Bau&auml;mter &bdquo;eher als Bau-Verhinderer, denn als Bau-F&ouml;rderer&ldquo; ein. Sie kritisieren zu 79 Prozent mangelnde Digitalisierung, zu 64 Prozent &ldquo;Kompetenzgerangel&rdquo; und zu 52 Prozent eine fehlende Standardisierung. Laut dem Bericht seien die Bau&auml;mter der gr&ouml;&szlig;te Engpass f&uuml;r Bauen in Deutschland. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Einer der wichtigsten Treiber von Baukosten, besonders in Ballungsr&auml;umen, sind die Baulandkosten. Deutschlandweit stiegen sie von 2015 durchschnittlich circa 90 Prozent, wobei baureifes Land in Gro&szlig;st&auml;dten &uuml;ber 500.000 Einwohnern nochmal circa dreimal so viel kostet wie in mittelgro&szlig;en St&auml;dten. 2021 erreichten die durchschnittlichen Verkaufspreise in Metropolen einen H&ouml;hepunkt von etwa1.700 Euro pro Quadratmeter, bis sie 2024 wieder auf circa 1.200 Euro pro Quadratmeter abgesunken sind. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Grundst&uuml;ckspreise k&ouml;nnen so stark ansteigen, weil einerseits die Nachfrage durch die Kreditvergabe von Banken elastisch ist und gleichzeitig das Angebot von Bauland knapp ist und schwerlich vermehrt werden kann. Preissteigerungen, die durch diesen Nachfrage&uuml;berhang entstehen, f&uuml;hren wiederum zu zus&auml;tzlicher Nachfrage, die eine spekulative Eigendynamik entwickelt und Kosten f&uuml;r die Baubranche stetig in die H&ouml;he treibt. Die letzte Niedrigzinsphase der Zentralbanken hat diese Entwicklung zus&auml;tzlich verst&auml;rkt. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der starke R&uuml;ckgang von Baufertigstellungen seit 2024 ist eine sp&auml;te Folge des Preisschocks bei Baumaterialien, der durch die Covid-Lieferkettenst&ouml;rungen und den russischen Angriffskrieg in den Jahren 2021 bis 2023 ausgel&ouml;st wurde. Preise f&uuml;r Bauleistungen im Bauhauptgewerbe stiegen &uuml;ber diese 3 Jahre um circa 35 Prozent an &ndash; der gr&ouml;&szlig;te Preisschock in dieser Branche seit 1970. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Zus&auml;tzlich f&uuml;hrte die Zinswende ab Juni 2022 zu einem schlagartigen Anstieg der Bauzinsen und erh&ouml;hte die Finanzierungskosten f&uuml;r den Neubau: Von Januar bis November 2022 stieg der durchschnittliche Zinssatz in diesem Bereich von etwa einem Prozent auf dem heutigen Niveau von ungef&auml;hr 4 Prozent. Bauprojekte werden nicht nur durch hohe Finanzierungskosten finanziell stark belastet; auch die steigenden L&ouml;hne infolge der starken Inflation der vergangenen Jahre schlagen hier als weiterer Faktor erheblich zu Buche.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die anhaltende geopolitische Unsicherheit schreckt die Baubranche ab, da jederzeit neue Preisschocks drohen. Insbesondere die Sperrung der Stra&szlig;e von Hormus und die daraus resultierenden hohen Energiekosten werden die Baumaterialien wohl absehbar verteuern.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Gleichzeitig bleiben die Preise f&uuml;r Bauland auf einem sehr hohen Niveau &ndash; aktuell wollen weniger Grundbesitzer ihre Fl&auml;chen unterhalb dem Peak-Preisniveau von 2021 ver&auml;u&szlig;ern. Dass der Neubau in Zukunft so stark ansteigen kann, um eine deutliche Erleichterung auf dem Wohnungsmarkt zu bewirken, ist daher nicht abzusehen. <o:p></o:p></p>"}]}}]},"allDatoCmsEdition":{"edges":[{"node":{"label":"19/2026","slug":"192026","sections":[{"category":{"name":"Editorial","color":""},"articles":[{"id":"DatoCmsArticle-T2Mh4CBDRoWA2udKv3KcBQ-de","title":"Das Comeback der Strukturreformen","slug":"strukturreformen-das-comeback-einer-alten-erzahlung","visibility":"Immer offen","authors":[{"name":"der Redaktion","slug":"redaktion"}]}]},{"category":{"name":"Geist & Gesellschaft","color":"HippieBlue"},"articles":[{"id":"DatoCmsArticle-WBmUirp5SvOdsRK1hyqOJg-de","title":"Ulf Poschardt & Daniel Stelter: Wer befriedigt hier wen?","slug":"ulf-poschardt-and-daniel-stelter-wer-befriedigt-hier-wen","visibility":"Offen","authors":[{"name":"Florian Schaaf","slug":"florian-schaaf"}]},{"id":"DatoCmsArticle-de_SFwAfRU-Ky_q83qeHAA-de","title":"Der based.-Podcast: Raus aus der eigenen 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