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Aufgelesen

"Unnecessary Suffering" – ein Plädoyer für die Demokratisierung der Wirtschaft

| 24. Februar 2020
www.istock.com/Edgar G. Biehle

Die Krise der Labour-Partei begann mit der Utopie des freien Marktes als Glücksbinger und Wohlstandsentwickler. Maurice Glasmans Kritik an dieser Utopie ist vierundzwanzig Jahre nach dem Erscheinen seines Buchs immer noch aktuell. Wer Wege aus der Krise der Sozialdemokratie sucht, sollte es lesen.

Ein Leben ohne Leid, also Liebeskummer, Krankheit oder Tod, kann es nicht geben. Ziel unseres gemeinsamen Handelns aber sollte es sein, unnötiges Leiden zu vermeiden. Entlang dieser Unterscheidung, zwischen vermeidbarem und unvermeidbarem Leiden, verlaufen für Maurice Glasman, dem britischen Intellektuellen und Begründer der Blue Labour Bewegung, die Grenzen der Politik.

Unnötiges Leiden, „Unnecessary Suffering“, lautet auch der Titel seines Buchs, das in erster Auflage bereits 1996, also ein Jahr bevor Tony Blair seinen fulminanten Wahlsieg mit New Labour feierte, erschien. Damals, vor vierundzwanzig Jahren, hatte Blair viele Bewunderer Glasman aber, der bereits mit 15 Jahren der britischen Labour Partei beigetreten war und später Politikprofessor an der Londoner Metropolitan University wurde, gehörte nicht dazu. Die neue, pro-marktwirtschaftliche Rhetorik seiner Partei steckte voller Clichés und falschen Versprechungen:

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