Russische Währungsreserven für die Ukraine? Ja, aber nicht in dieser Form
Sollten die russischen Reserven für das ukrainische Militär und nicht für den Wiederaufbau des Landes genutzt werden, würde das kaum den langfristigen Interessen der Ukraine dienen.
Kein Land in Europa gibt derzeit so viel für die Verteidigung aus wie die Ukraine. Laut SIPRI beliefen sich die Militärausgaben Kiews 2024 auf nahezu 35 Prozent des BIP, verglichen mit nur 7 Prozent in Russland und weniger als 5 Prozent in allen EU-Mitgliedsstaaten. Das ist an sich wenig überraschend: da die russische Wirtschaft etwa zehn Mal größer ist als die ukrainische, muss die Ukraine relativ gesehen viel mehr fürs Militär ausgeben, um im Krieg halbwegs mitzuhalten.
Aber dieses hohe Niveau war vom Anfang an nur durch die massive westliche Unterstützung möglich. Doch inzwischen stoßen die finanziellen Möglichkeiten des Westens zunehmend an ihre Grenzen. Die Hilfe seitens der USA wurde von Trump ausgesetzt, während die öffentlichen Finanzen vieler EU-Länder, allen voran Frankreich und Italien, vom schleppenden Wirtschaftswachstum und hohen Schulden geplagt sind.
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