Makroskop
Updates zur Konjunktur

Strukturelle Instabilität und fiskalpolitische Weichenstellungen: Die europäische Wirtschaft 2026

| 12. Februar 2026

Während der deutsche Arbeitsmarkt mit über drei Millionen Arbeitslosen eine deutliche Dynamikschwäche aufweist, forcieren politische Akteure Instrumente zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

  • Arbeitsmarkt: Überschreiten der 3-Millionen-Marke bei den Arbeitslosen und anhaltender Stellenabbau in der Industrie
  • Investitionspolitik: Deutschlandfonds als Hebel für privates Kapital in strategischen Bereichen wie Rohstoffsicherung und Energietransformation
  • EU-Wettbewerbsfähigkeit: Ursula von der Leyens Fahrplan für eine Stärkung des Binnenmarktes und die Debatte um „Buy European“-Quoten
  • Fiskalische Gräben: Kontroverse Diskussionen über gemeinsame EU-Schuldinstrumente (Eurobonds) und die deutsche Ablehnung einer Vergemeinschaftung von Risiken
  • Deflationsrisiken: Warnung vor einer krisenverschärfenden Lohn- und Kostendeflation durch zu geringe Tarifabschlüsse und schwache Binnennachfrage

Arbeitsmarkt: Stagnation und sektorale Disparitäten

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Januar 2026 spiegelt die Stagnation der deutschen Wirtschaft wider. „Derzeit gibt es nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. Zum Jahresbeginn hat die Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen deutlich zugenommen und damit auch wieder die Marke von drei Millionen überschritten“, beschrieb die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, die aktuelle Situation Ende Januar treffend.

Konkret stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 177.000 auf insgesamt 3.085.000 Personen. Auch im Vorjahresvergleich zeigt sich mit einem Plus von 92.000 Betroffenen eine Verschlechterung der Gesamtsituation. Die Arbeitslosenquote kletterte damit auf 6,6 Prozent, was einem Anstieg von 0,4 Prozentpunkten gegenüber Dezember entspricht.

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