Makroskop
90 Jahre General Theory

Keynes’ Geldtheorie – eine spekulative Rekonstruktion

| 19. Februar 2026

Eine unscheinbare Fußnote bei Keynes führt tief in die deutsche Ideengeschichte. Über eine überraschende Linie von der Aufklärung bis zur Modern Monetary Theory.

In Vom Gelde (1930) bemerkt Keynes in einer Fußnote, was Geld für ihn ist: „Knapp bezeichnet als ‚Geld‘ – wie ich denke, mit Recht – jedes Zahlungsmittel, das die staatlichen Kassen entgegennehmen, einerlei, ob es für den Verkehr zwischen Privaten einen gesetzlichen Annahmezwang hat oder nicht.“[1]

Aus dieser kleinen Fußnote gehen zwei interessante Tatsachen hervor. Erstens vertrat Keynes bereits 1930 die Idee des Tax-Driven Money, wie sie heute etwa von der Modern Monetary Theory vertreten wird. Zweitens hebt er die Herkunft dieser Idee aus dem Werk des deutschen Geldtheoretikers Georg Friedrich Knapp hervor.

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