Makroskop
Schweiz

Der Sieg im Standortwettbewerb ist schwer auszuhalten

| 03. März 2026
Saher Suthriwala auf Unsplash

Dank tiefen Steuern zieht der Standort Schweiz produktive Firmen und reiche Leute an. Lohnt sich das auch für die Eidgenossen? 

„Eine moderne Gesellschaft sollte es aushalten, dass internationale Firmen ihr Personal nach internationalen Standards bezahlen“, schreibt der Journalist Guido Schätti in seinem Leitartikel für die NZZ. Und er sagt auch, warum dies auszuhalten sei. „Weil die „Produktivität der multinationalen Konzerne höher ist, heben sie die Löhne im ganzen Land.“ Auch die der Bäckerinnen. Und: „Die Segnungen der Multis zeigen sich auch bei den Steuern. Aus ihren Kassen stammen fast die gesamten Einnahmen der direkten Bundessteuer.“

Damit liegt die NZZ ganz auf der Linie der vom Tagesanzeiger zitierten „bürgerlichen Kreise“, die auf Grund der gelockerten Steuerregeln der OECD, die Chance sehen, „wertschöpfende Großkonzerne durch gezielte Anreize langfristig zu binden.“ Sprich, in die Schweiz zu holen.

[...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP analysiert wirtschaftspolitische Themen aus einer postkeynesianischen Perspektive und ist damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkens aus.

Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Brauchen Sie auch frische Luft? Dann folgen Sie einfach dem Button.

ABONNIEREN SIE MAKROSKOP
Schon Abonnent? Dann hier einloggen!