Globaler Automarkt

Wo bleibt die Binnennachfrage für US-Autos?

| 20. März 2025
Stellantis CEO Carlos Tavares (IMAGO / ABACAPRESS)

Nicht nur Tesla bekommt Probleme auf dem heimischen Markt. Auch die anderen großen US-Hersteller sehen sich mit sinkenden Verkäufen und enormer Konkurrenz aus China konfrontiert – insbesondere bei der lange vernachlässigten E-Mobilität.

Da ihre Verkäufe auf dem Weltmarkt schrumpfen, wird sowohl für Tesla als auch die anderen amerikanischen Autohersteller der US-Markt immer wichtiger, um zu überleben. Das betrifft insbesondere die „großen Drei“: General Motors, Ford und Chrysler (im Besitz von Stellantis und jetzt tatsächlich nur noch sechstbester Verkäufer in Nordamerika). Doch auch die japanischen und südkoreanischen Automarken sind an das Schicksal des hartumkämpften US-Markt geknüpft. Viele der japanischen Hersteller avancieren zunehmend zu nordamerikanischen Automobilunternehmen mit einem Ableger auf dem japanischen „Heimatmarkt“.

General Motors verkaufte 2023 weltweit 4,8 Millionen Autos, mehr als die Hälfte davon in den USA. Drei Millionen sind es in Nordamerika, rechnet man den kanadischen und mexikanischen Automarkt dazu. Von allen anderen Verkäufen gehen nur noch etwa die Hälfte nach China – das zuvor noch zu den wichtigsten Märkten für die Autobauer in den USA und Europa gehörte. Dieser Trend setzte sich 2024 fort: General Motors konzentrierte sich noch stärker auf die nordamerikanische Region, da die chinesischen Verkaufszahlen weiter zurückgingen, während die nordamerikanischen Verkäufe leicht stiegen.   

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