EU

2016 – Schicksalsjahr der europäischen Banken? Teil 2

| 26. Februar 2016

Eine „desaströse Bilanz“ hat der deutsche Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon gerade der Europäischen Zentralbank bescheinigt (hier) und der deutsche Finanzminister lässt seinen Parlamentarischen Staatssekretär Jens Spahn sagen: „Billiges Geld allein führt nicht zu mehr Wachstum“, es brauche auch „Strukturreformen“ – die Deutschland in vielen Fällen bereits umgesetzt habe. So einfach ist das also. Man wirft das Placebo-Wort von den Strukturreformen in den Raum und schon ist Deutschland aus dem Schneider. Dass es nicht so einfach ist, haben wir schon oft gezeigt. Heute möchte ich das am Beispiel der Bankenkrise belegen.

Man muss sich, um die europäische Bankenkrise zu verstehen, noch einmal die Möglichkeiten einer normalen Bank, Gewinn zu erzielen, genau anschauen. Traditioneller Weise beschreibt man den Kern des Bankengeschäfts mit dem Wort Fristentransformation. In dieser Sichtweise besteht ein profitables Bankgeschäft darin, einen langfristigen Kredit zu vergeben und diesen kurzfristig zu finanzieren. Entscheidend für die Profitabilität einer Bank ist folglich die Differenz zwischen dem kurzfristigen Zinssatz und dem langfristigen.

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