SUCHE
„Und man siehet die im Lichte - Die im Dunkeln sieht man nicht“. Diese Zeilen Brechts waren nicht auf die EZB gemünzt. Dennoch steht auch sie im Dunkeln. Mit der Folge, dass Probleme gesehen werden, die keine sind. Aber wirkliche Probleme zum Schaden der Demokratie nicht ins Licht gerückt werden.
Überlegungen zur Einführung eines digitalen Euros haben nicht gerade zu öffentlichen Begeisterungsstürmen geführt. Wo nicht gänzlich ignoriert, fanden sie sogar ein überwiegend negatives Echo. Zu Unrecht!
Seit einigen Jahren wird in Brüssel entschlossen versucht, nichts aus dem Brexit zu lernen, und so wie die Dinge liegen, könnte dies durchaus gelingen.
Das Abkommen mit China wird von Ursula von der Leyen als ein "Meilenstein für unsere wertbasierte Handelsagenda" gefeiert. Tatsächlich ist es ein Sieg für den deutschen Exportismus und Beleg für die Vorherrschaft Deutschlands in der EU.
Der Keynesianismus hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Unangefochtene Dominanz in der Nachkriegszeit, dann aber ein steiler Absturz in den 1970er Jahren. Wie konnte es dazu kommen?
Die Industrieproduktion im Euroraum erholt sich weiter. Trotz Lockdown gab es auch im November einen Konjunkturschub. Das Vorjahresniveau ist fast erreicht. Doch nicht alles was glänzt, ist Gold.
Kurzfristiges Homeoffice könnte einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten. Doch viele Unternehmen sperren sich – dabei würden auch sie profitieren.
Stößt das Durchwursteln an seine Grenzen? In »Critical Encounters« betreibt Wolfgang Streeck mithilfe großer Literatur Gegenwartsdiagnostik.
Ob im Guten oder im Schlechten – die postmoderne Schule will die Sprache für vielfältige soziale und politische Phänomene verantwortlich machen. Zurecht? Ja und nein. Denn den Zusammenhang hat sie nicht verstanden.
<
>