Demografie und Rente 

Die Bedeutung des demographischen Wandels für das Rentensystem

| 06. April 2020
www.istock.com/siraanamwong

Nicht der Anstieg der Zahl der Rentner wird das große soziale Problem der Zukunft sein – sondern die Frage, wie es gelingen kann, den Arbeitskräftebedarf der Wirtschaft zu befriedigen.

Die Menschen in Deutschland leben immer länger. Lag das durchschnittliche Sterbealter im Jahr 1968 noch bei 70 Jahre, beträgt es heute – 50 Jahre später – bereits 80 Jahre. Und es wird allgemein davon ausgegangen, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt.

Das hat Folgen für die Alterssicherung. Folgen, die bei der Ausgestaltung des zukünftigen Rentensystems berücksichtigt werden müssen. Es genügt allerdings nicht, lediglich vor der wachsenden Differenz zwischen der Zahl alter und der Zahl junger Menschen zu warnen und daraus abzuleiten, dass die gesetzliche Rente bald nicht mehr bezahlbar sein wird, das Renteneintrittsalter folglich angehoben und die private Vorsorge ausgeweitet werden müsse. Das sind vorschnelle und nur bedingt zielführende Schlussfolgerungen. Um in angemessener Weise auf die demographischen Veränderungen reagieren zu können, müssen diese zunächst genauer betrachtet und analysiert werden.

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