Soziales

Die Postmoderne braucht eine neue Ökonomie

| 19. August 2019
istock.com/gianliguori

Heute ist nicht mehr wichtig, wie viel produziert wird. Viel entscheidender ist, wie das Produkt verteilt wird, und wie die Produktion unsere Gesellschaft organisiert oder desorganisiert.

Wenn die Wirtschaft eine Veranstaltung zum Zwecke der Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse ist, müsste Ökonomie mit der Analyse dieser Bedürfnisse beginnen. Dass sie diesem Anspruch nicht genügt, ist so lange kein gröberes Problem, als erstens das Objekt der Ökonomie – die handelbaren Güter und Dienstleistungen – weit oben auf der Hitparade der Bedürfnisse stehen. Zweitens darf der marktwirtschaftliche Produktionsprozess die menschlichen Bedürfnisse nicht frustrieren.

Beide Voraussetzungen sind seit einigen Jahrzehnten nicht mehr erfüllt. Und daran wiederum sind vor allem zwei eng miteinander verbundene Entwicklungen schuld: Die Annäherung oder gar Überschreitung der Sättigungsgrenze und die starke Zunahme der Ungleichheit.

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