Aufgelesen

Die Theorie der Investitionen

| 25. November 2019
www.istock.com/Andrii Panchyk

Die Frage nach den Bestimmungsfaktoren der Höhe der Investitionen ist in den letzten Jahren in der Forschung wieder ganz nach oben gerückt. Augenscheinlich sind die Zinsen nur ein Faktor, während andere Faktoren derart dämpfend wirken können, dass selbst bei Nullzinsen die privaten Investitionen nicht deutlich ansteigen.

Hyman Minsky betont in seinem Buch „John Maynard Keynes“, dass Keynes aus seiner Geld­theo­rie seine Makroökonomie entwickelte. Wesentlich sei dabei die Rolle der Fi­nanzierung der Inve­sti­tio­nen, welche die Höhe der Investitionen determinierten. Dies sei der große Unterschied von Keynes zu den Neoklassikern, die von der Höhe der Ersparnisse auf die der Investitionen schließen und auch das nur nachdem sie über den Arbeitsmarkt bei gegebenem Kapitaleinsatz die Pro­duk­tion bestimmt hät­ten.

Kritik des Lehrbuch-Modells

Minsky kritisiert die zu seiner Zeit angebotenen Interpretationen der keyne­sia­nischen Theorie, insbesondere das "IS-LM Modell". Die dort postulierte Abhän­gig­keit der Investitionen allein vom Zins und der effektiven Nachfrage ent­spräche nicht den Intentionen der All­ge­meinen Theorie.

[...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP analysiert wirtschaftspolitische Themen aus einer postkeynesianischen Perspektive und ist damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkens aus.

Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Brauchen Sie auch frische Luft? Dann folgen Sie einfach dem Button.

ABONNIEREN SIE MAKROSKOP
Schon Abonnent? Dann hier einloggen!