Genial daneben

Es waren zwei Königskinder

| 03. September 2020
istock.com/Dmytro Buianskyi

Die antikapitalistische Linke steht der Modern Monetary Theorie feindlich gegenüber. Der marxistische Ökonom Ingo Schmidt sieht sie gar als Steigbügelhalterin des Staatskapitalismus. Was ihn zu dieser Kritik treibt, bleibt allerdings ein großes Rätsel.

Die Modern Monetary Theory (MMT) ist als Theorie nicht im politischen Koordinatensystem zu verorten. Ihr Anspruch ist es, auf Basis einer empirisch adäquaten Geldtheorie die Funktionsweise kapitalistisch organisierter monetärer Produktionsökonomien zu erklären.

Viele ihrer Vertreter aber sind dennoch auf Basis ihrer Werthaltungen entschiedene Kritiker des Kapitalismus. Sie kritisieren, dass die dem Kapitalismus inhärenten Wirkkräfte sowohl mit der nationalen Selbstbestimmung als auch mit der Forderung nach sozialer Gerechtigkeit in einem gewissen Widerspruch stehen. Damit reihen sie sich in eine klassische linke Traditionslinie ein – nämlich einer „Kritik der politischen Ökonomie“.

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