Corona: Die Wirtschaft der Zukunft

Hilfe für Unternehmen muss an Bedingungen geknüpft sein

| 28. Mai 2020
istock.com/Thomas Quack

Dänemark macht es vor: Unternehmen, die in Steueroasen registriert sind, erhalten keinen Zugang zu öffentlichen Beihilfen. Warum nicht ein Zertifizierungssystem, das öffentliche Gelder an die Unternehmenskultur koppelt?

Im Zuge der Covid-19-Krise geben die europäischen Mitgliedsstaaten große Summen an öffentlichen Geldern aus. Ein Teil dieser Gelder wird in die Stärkung der Gesundheits- und Sozialversicherungssysteme fließen, der andere Teil zur Unterstützung der sozialen und wirtschaftlichen Erholung eingesetzt werden. Tatsächlich haben sowohl die EU als auch die Mitgliedsländer begonnen, Konjunkturprogramme auszuarbeiten, die mit der Lockerung des Shutdowns schrittweise angewendet werden sollen.

Keine Hilfen ohne Bedingungen

In Hinblick auf den sozialen Schutz der am stärksten gefährdeten Gruppen, die vom Lockdown und dem Einbruch der Wirtschaftstätigkeit besonders hart betroffen sind, werden in einigen Ländern wie Spanien vorübergehende Grundeinkommen in Erwägung gezogen. Eine solche Einkommenssicherung hat ein dreifaches Ziel: erstens die Sicherung der materiellen Lebensbedingungen; zweitens die Vermeidung der Ausbreitung der Pandemie durch die Verringerung des Drucks, das Haus auf der Suche nach Mitteln zum Lebensunterhalt zu verlassen; und drittens die Aufrechterhaltung des Binnenkonsums. Der Zugang zu diesem Grundeinkommen ist an eine Reihe von Bedingungen geknüpft: Zugehörigkeit zur Erwerbsbevölkerung, Höhe und Dauer des Einkommensverlusts, persönliches Vermögen, Familienstruktur sowie andere soziale Variablen.

[...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP analysiert wirtschaftspolitische Themen aus einer postkeynesianischen Perspektive und ist damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkens aus.

Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Brauchen Sie auch frische Luft? Dann folgen Sie einfach dem Button.

ABONNIEREN SIE MAKROSKOP
Schon Abonnent? Dann hier einloggen!