Asien

Indiens Ökonomie: Der eine strahlende Ort?

| 14. September 2016

Indiens Wirtschaft wird gerne als dynamischer Wachstumsmotor der Weltwirtschaft betrachtet. Doch ein genauerer Blick zeigt: Es ist längst nicht mehr alles Gold was glänzt.

Was hat man von der indischen Wirtschaft zu halten? Sie wird gegenwärtig als die am schnellsten wachsende Ökonomie der Welt bezeichnet, „der eine strahlende Ort einer sonst tristen Weltwirtschaft“. Laut IWF-Chefin Christine Lagarde ist sie offenbar auf dem Weg, eine „zentrale Kraft des globalen Wachstums“ zu werden.

Voller Optimismus in die Zukunft

Es gibt keinen Zweifel, dass das wirtschaftliche Potenzial Indiens riesig ist: mit derzeit mehr als 1,2 Milliarden Menschen, darunter hunderten Millionen Menschen, welche in die Mittelschicht streben und so einen gigantischen und wachsenden Markt konstituieren. Über die Jahrzehnte hat sich die Wirtschaft in einem Ausmaß diversifiziert – selbst mit einem relativ niedrigen gebliebenen Anteil der Produktion – in der sich die modernen Dienstleistungen zum am schnellsten wachsenden Sektor entwickeln. Als Ölimporteur ist sie einer der Hauptprofiteure der niedrigen globalen Ölpreise und mit weiter diversifizierten Exporten ist sie nicht so schwer von dem Preisanstieg anderer grundlegender Rohstoffe betroffen. Indiens Premierminister Narendra Modi ist eifrig herumgereist, um der Welt das Image einer dynamischen und aufstrebenden Supermacht voller Optimismus in die Zukunft zu präsentieren.

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