Die europäische Außenpolitik liegt in Trümmern
Die EU wollte im Iran zeigen, dass sich Konflikte auch friedlich lösen lassen. Sie ist krachend gescheitert – nicht zuletzt, weil Deutschland auf Trump-Kurs geschwenkt ist. Wenn Kanzler Merz hofft, Europa so führen zu können, hat er sich getäuscht.
Friedrich Merz hatte sich viel vorgenommen, zu viel. Als der deutsche Kanzler am 3. März 2026 nach Washington reiste – als erster europäischer Politiker nach dem amerikanisch-israelischen Angriff auf Iran – wollte er für die gesamte EU sprechen.
Die Handelspolitik, die Ukraine und der Iran standen auf der Agenda. Er sei mit einem EU-Mandat angereist, um mit US-Präsident Donald Trump alle offenen Fragen zu klären, tönte es aus dem Kanzleramt in Berlin. Der deutsche Führungsanspruch war unüberhörbar.
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