Soziales

Die brüchigen drei Säulen der Altersvorsorge

| 18. Dezember 2018
istock.com/Judehbk31

Die OECD konstatiert in Deutschland ein zu niedriges Rentenniveau mit drohender Altersarmut. Das 3-Säulen-Modell aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge wird dieses Problem nicht lösen können. Friedrich Merz‘ Vorschlag einer steuerlichen Förderung von Aktienerwerb erst recht nicht.

Friedrich Merz zündete Im Kampf um die Nachfolge von Angelika Merkel im CDU-Vorsitz einen Rohrkrepierer. Er empfahl die steuerliche Begünstigung von Aktienkäufen als Altersvorsorge. Damit lieferte er eine Steilvorlage für Satiriker, die meldeten, Merz wolle Steuervorteile auch für Pferdewetten einführen. Gerald Braunberger, Leiter der FAZ-Finanzmarktredaktion, hat für derlei Späße überhaupt kein Verständnis. Merz verdiene „Beifall dafür, dass er diese Idee wieder in die Öffentlichkeit trägt.“

Das Telekom-Desaster

Nun ja, sie war nicht unbedingt eine Erfolgsstory, wie die Privatisierung der Telekom vor über 20 Jahren zeigte. Im November 1996 kamen die ersten T-Aktien zu einem Emissionskurs von 28,50 DM = 14,54 Euro auf den Markt. 1,9 Millionen Kleinanleger, animiert durch eine groß angelegte Werbekampagne der Telekom, kauften T-Aktien. Deren Kurse schossen in die Höhe und die Telekom warf im Juni 1999 weitere Aktien zum Ausgabekurs von 39,50 Euro auf den Markt. Eine weitere Tranche zum Preis von 66,50 Euro folgte ein Jahr später. Der Börsenkurs der T-Aktie kletterte im Jahr 2000 auf 103,50 Euro. Dann platzte 2001 die Blase, und er sackte bis 2012 auf 7,70 Euro ab.

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