Die Wirtschaft der Zukunft

Nicht bitten, fordern!

| 01. Juni 2020
www.istock.com/Joaquin Corbalan

Unternehmer reden viel von guten Absichten, tun aber wenig. Anstelle von freiwilligen Vereinbarungen müssen Regierungen gleiche Wettbewerbsbedingungen mit Verpflichtungen und finanziellen Sanktionen für alle schaffen.

In der niederländischen  Wirtschaft wütet eine heftige Kontroverse. Der Grund dafür ist ein offener Brief in der Zeitschrift de Volkskrant von Ewald Engelen, Marcia Luyten und Jeroen Smit. Darin wird gefordert, dass die staatliche Unterstützung für große börsennotierte Unternehmen, die nicht sozial gerecht und nachhaltig wirtschaften, ein Darlehen und kein Geschenk sein sollte. In Dänemark ist dies bereits der Fall: Unternehmen, die jetzt Dividenden zahlen, eigene Aktien zurückkaufen oder an einem Steuerparadies registriert sind, haben keinerlei Anspruch auf staatliche Unterstützung.

Verglichen damit ist der Vorschlag der Autoren immer noch bescheiden. Tausende von Menschen unterzeichneten den Brief und die entsprechende Online-Petition. Ich gehörte auch zu den Unterzeichnern. Bemerkenswert ist, dass es nur wenige andere Makroökonomen unter ihnen sind.

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