Kommentar

Und Tschüss SPD

| 25. September 2017
istock.com/Harald Schmidt

Eine SPD, die im wirtschaftslibertären Raum wildert, wird genauso abgestraft wie eine Union, die sich am rechten Rand bedient.

Zu Beginn ihrer Wahlkampagne verzichtete die Programmpartei SPD vollständig auf ihr Buch der Bücher, das Programm. Und am Ende der Wahlkampagne – nach der holprigen Präsentation eines halbseidenen Programmtextes – blieb nach dem MAKROSKOP-Wahlcheck leider nicht viel brauchbares übrig.

Jetzt besteht die große Chance zur Erneuerung und Besinnung auf Bewährtes aus dem Arsenal echter Sozialdemokratie. Auf der Basis von Friedenspolitik eines Willy Brandt und von Wirtschaftspolitik eines Karl Schiller lässt sich aufbauen. Dazu bräuchte es aber Führungspersonal, das die gegebenen ökonomischen Zusammenhänge versteht, sich von Otto Graf Lambsdorff gedanklich verabschiedet und einen echten Friedenswillen in sich trägt. Wo soll das nötige Know-how aber herkommen? Eine Fusion mit der Partei Die Linke drängt sich geradezu auf.

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