Makroskop
Ballungsräume

Mega-Cities: Die Schwarzen Löcher des Überflusses

| 13. Januar 2026
Jezael Melgoza / Unsplash

Megastädte mögen effizient wirken, das Ziel staatlicher Strukturpolitik sollten sie aber nicht sein. Das „Tribute von Panem“-Modell aus Kapitol und Distrikten ist kein Fahrplan für Wohlstand.

Tokio ist die mit Abstand größte Stadt der Welt. Sie wächst weiter, selbst während Japans Bevölkerung schrumpft. Die rund 40 Millionen Menschen in der Metropolregion machen 30 Prozent der japanischen Gesamtbevölkerung aus, während die 20 Millionen Einwohner New Yorks lediglich 6 Prozent aller Amerikaner repräsentieren.

Dank liberaler Bauvorschriften schafft Tokio neuen Wohnraum, um dieses Wachstum aufzufangen – was die Preise im Zaum hält und so noch mehr Menschen zum Zuzug ermutigt. „Die Großstadt, in der Wohnraum noch bezahlbar ist“, schrieb Binyamin Appelbaum in der New York Times, „bleibt wirtschaftlich divers und bewahrt breiten Zugang zu städtischen Annehmlichkeiten und Chancen. [...] Während Politiker in urbanen Gebieten der entwickelten Welt damit ringen, wie sie ihre Städte nach der Pandemie wiederbeleben können, bietet Tokio eine Blaupause.“

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