Münkler-Interview: Krieg als zivilisatorische Errungenschaft?
Herfried Münkler wirft Friedensfreunden Naivität vor. Doch ist es nicht naiver, den Krieg als Naturgesetz zu akzeptieren? Ein Plädoyer für „Friedenstüchtigkeit“.
Herfried Münkler beschäftigt sich mit Kriegen im Verlaufe der Geschichte. Er hat mehrere Bücher dazu geschrieben. Eine klare Abgrenzung zwischen Kriegs- und Friedenszeiten entstand demnach mit der Sesshaftigkeit der Menschen und der Notwendigkeit stabiler Verhältnisse in Agrargesellschaften. Das führte aber auch zur fortwährenden Gefährdung der Stabilität durch diejenigen, die auf diese Reichtümer schielten. So waren und sind Kriege also eine notwendige Begleiterscheinung der menschlichen Zivilisation.
Ein ausgesprochen interessantes Forschungsthema also. Und die Leserin des Interviews, das Münkler der Zeit gab, muss zugeben, dass sie seine Thesen an vielen Stellen aufgrund fehlender Sachkenntnis nicht beurteilen kann. In den Fällen, in denen sie – zumindest etwas – Sachkenntnis besitzt, und ihr Zweifel am Tiefgang der Argumentation kommen, muss sie einräumen, dass in einem doch relativ kurzen Interview vieles zwangsläufig verkürzt werden muss.
[...]Nichts schreibt sich von allein!
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