Wasserstoff: Knapp, teuer und trotzdem unvermeidlich
Trotz diverser Herausforderungen wird am Wasserstoff kein Weg vorbeiführen, weil in Zukunft große Strommengen aus Wind und Sonne anfallen.
An Wasserstoff führt kein Weg vorbei – aber nicht primär von der Nachfrageseite her betrachtet, sondern von der Angebotsseite. Denn wenn der geplante Ausbau der erneuerbaren Energien wie geplant voranschreitet, ergeben sich Mengen an Strom, die im Moment ihres Entstehens in einer steigenden Anzahl von Stunden niemand mehr wird abnehmen können.
Bis 2030 sollen laut EEG 215 Gigawatt Photovoltaikleistung installiert sein, dazu 115 Gigawatt Windkraft an Land und 30 Gigawatt auf See. Diese Strommengen fallen nicht gleichmäßig an, sondern geballt in Stunden mit viel Sonne und Wind. Die maximale Stromnachfrage liegt jedoch bei etwa 80 Gigawatt, an Sommertagen oft deutlich darunter. Selbst konservativ gerechnet können PV-Anlagen nach den Zubauszenarien zeitweise rund 130 Gigawatt liefern – Strom, für den es dann schlicht keine Abnehmer mehr gibt.
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