Immobilienboom

Zu viel Geld!

| 08. Dezember 2021
istock.com/TTStock

Die Wohnungsknappheit wird nicht durch zu wenige Häuser verursacht, sondern durch zu viele Immobilienkredite.

Während die Regierung untätig bleibt, verschärft sich die Debatte über den niederländischen Wohnungsmarkt. Neben dem Prinzip "bauen, bauen, bauen" wird auch den finanziellen Faktoren, die den Hauspreis in die Höhe treiben, immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Dazu gehören auch die steuerliche Berücksichtigung von Hypothekenzinsen, die großzügigen Kreditvergabestandards und die niedrige Besteuerung von Mieteinnahmen und des Eigenheimkapitals.

Der Präsident der Niederländischen Zentralbank (DNB), Klaas Knot, erwähnte in verschiedenen Zeitungen die außergewöhnlichen holländischen Stimuli für einen Anstieg der Immobilienpreise. Die DNB schlug vor, die Vermögenssteuer zu "normalisieren" und damit die Immobilienpreise zu stabilisieren. Minister Hoekstra erinnerte in der Zweiten Kammer daran, dass die Abschaffung der steuerlichen Begünstigung von Hypothekenzinsen eine Vorbedingung für sechs Milliarden Euro "Coronahilfen" aus Brüssel ist. Denn internationale  Organisationen, zum Beispiel der IWF, schauen erstaunt auf die niederländischen Besonderheiten.     

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