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Den Brexit als Grund allen Übels auszumachen, lenkt von tiefer liegenden strukturellen Problemen ab. Für viele ist das, was Großbritannien gerade erlebt, sogar die gewünschte Konsequenz des EU-Austritts.
Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Finanzunternehmen Großbritannien in Scharen verlassen, die Lebensmittelpreise in die Höhe schießen und das Benzin knapp wird. So sähe es aus, wenn man dummerweise auf Populisten höre. Eine Replik.
Boris Johnson scheiterte nicht nur an seinen Skandalen. Sein Rückzug aus dem politischen Kulturkampf war der eigentliche tragische Fehler. Denn damit wurde Johnson zu einem Mann ohne Projekt.
Die Brexit-Debatte spaltet das Vereinigte Königreich. Dass er selbst zum Allheilmittel für die Probleme des Landes wird, ist ein wirres Produkt linker und rechter Phantasien.
Die Angst vor der Einwanderung wird nicht durch Rassismus geschürt, sondern durch ihr Tempo. Zeit, die Rechte von nationalen Gemeinschaften wieder zu respektieren.
Preissteigerungen belasten auch im Januar die Verbraucher. Doch die Exporte und Importe erreichen Rekordwerte und die Unternehmenserwartungen hellen sich etwas auf. Für Optimismus ist es allerdings zu früh.
Kaum ein Inflations-Narrativ ist kulturell so tief verankert wie das der Geldmengen-Apologeten. Nach jahrelanger Deflation trotz Geldmengenausweitung sehen sie sich nun bestätigt. Doch damals wie heute gibt es erhebliche Zweifel an ihrer Doktrin.
Im Streit um Verbrenner-Verbot und E-Fuels geht die EU-Kommission auf die FDP und die Bundesregierung zu. Damit stellt sie ihre eigene Gesetzgebung infrage – und das ausgerechnet beim Klimaschutz. In Brüssel droht nun ein gefährlicher Präzedenzfall.
Die MMT spricht sich auf der Basis ihrer Geldtheorie gegen eine „solide“ und für eine „funktionale“ Fiskalpolitik aus. Das motiviert den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages nach Argumenten zu suchen, die es erlauben, die Fiskalpolitik auf die „schwarze Null“ zu verpflichten.
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