Spar-Investitionsfalle

Abschöpfung des „Übersparens“?

| 18. November 2021
istock.com/Sencer Seker

Rudolf Hickel sieht im gesamtwirtschaftlichen „Übersparen“ein zentrales Problem, das der Staat durch ein konsequentes Abschöpfen der privaten Überschüsse lösen müsse. Doch diese Idee steht auf tönernen Füßen.

Einer unserer Leser kritisiert, dass MAKROSKOP ein seit etlichen Jahren zu beobachtendes Phänomen des „Übersparens“ ignoriere. Ein Phänomen, auf das – neben anderen – vor allem Rudolf Hickel immer wieder hinweise und das den Schlüssel für eine erfolgreiche Bewältigung der Corona-Krisenfolgen liefere.

Was ist darunter zu verstehen? Der Leser verweist auf einen Beitrag von Hickel in den „Blättern für deutsche und internationale Politik“ von Oktober 2020. Dort beschreibt der Autor den Trend hin zum „Übersparen“ gegenüber den Sachinvestitionen, durch den „Einkommen aus Wertschöpfung nicht in ausreichendem Ausmaß wieder per Nachfrage in die Wirtschaft zurück(fließen)“. Dies sei mit hohen Finanzierungsüberschüssen der privaten Haushalte, der produzierenden Unternehmen und zuletzt sogar des Staates verbunden.

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