Umsatzsteuersenkung = Preissenkung?
Die schwarz-rote Koalition hat zu Jahresbeginn die versprochene Umsatzsteuersenkung umgesetzt. Doch was kommt beim Endverbraucher, insbesondere den krisengebeutelten unteren Einkommensschichten an?
Die letzten Jahre haben ihre Spuren hinterlassen – auch was die Preisentwicklung betrifft. Im November 2025 waren die Verbraucherpreise im Schnitt gut ein Fünftel höher als noch im April 2021[1]. Ausgelöst durch Lieferengpässe während der Coronakrise und verschärft durch die Energiekrise im Ukrainekrieg, knackte damals der Preisindex die 2-Prozent-Inflationsmarke der EZB. Im August 2024 unterschnitten die Verbraucherpreise das erste Mal wieder der 2-Prozent-Grenze und schwanken seitdem um dieses Niveau. Die Inflation ist (vorerst) vorüber.
Allerdings misst der Verbraucherpreisindex Preisveränderungen anhand des durchschnittlichen privaten Haushaltes. Der zugrundeliegende Warenkorb ist unabhängig von Haushaltsgröße, Einkommen und Lebensweise. Zieht man solche Faktoren mit ein, variieren der Warenkörbe zum Teil erheblich und damit auch die individuellen Inflationsraten.
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