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KI in der Industrie: Europas Chance?

| 27. Januar 2026
IMAGO / Anadolu Agency

Stagnierende Wirtschaft, geopolitische Spannungen und technologischer Rückstand: Für die europäischen Staatschefs war Davos alles andere als ein Schaulaufen. Ausgerechnet Europas relative Schwäche in der IT könnte nun neue Türen öffnen – glaubt Nvidia-CEO Jensen Huang.

Künstliche Intelligenz dominierte die Debatten in Davos. Rechenleistung ausbauen, Daten erschließen, Fachkräfte gewinnen – auch Europa will im globalen KI-Wettbewerb mithalten. Doch im Rennen um führende KI-Anwendungen dürfte der Rückstand auf die Vereinigten Staaten kaum noch aufzuholen sein. Die großen amerikanischen Technologiekonzerne verfügen über gewaltige Datenbestände, weitreichende Patente und eingespielte Software-Ökosysteme. Mit OpenAI und Google haben sie die Standards gesetzt; zuletzt konnte das chinesische Unternehmen DeepSeek durch seine größere Effizienz aufschließen.

Der Nvidia-Vorstandsvorsitzende Jensen Huang hält es dennoch für verfehlt, Europas Perspektiven ausschließlich an diesem Wettbewerb zu messen. Der Kontinent werde die Software-Ära nicht dominieren – müsse es aber auch nicht. Entscheidend sei der nächste Entwicklungsschritt der KI, der sich weniger auf das Generieren von Inhalten („Generative AI“) als auf die physische Produktion konzentriere. Europas Stärke liege traditionell in Industrie, Maschinenbau und kapitalintensiven Anlagen. Diese Struktur könne im Zeitalter der sogenannten „Physical AI“ an Bedeutung gewinnen.

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