Makroskop
Brief aus Brüssel

Es geht (k)ein Ruck durch Europa

| 04. Februar 2026

Nach dem Trump-Schock versucht die EU, sich unabhängiger von den USA zu machen. Auf der Agenda stehen neue Freihandelsabkommen, eine europäische Präferenz und sogar ein neues Unternehmensrecht. Doch das dürfte nicht ausreichen, um den drohenden politischen und wirtschaftlichen Niedergang aufzuhalten.

Erst das Handels- und Partnerschaftsabkommen mit den Mercosur-Staaten. Dann die „Mutter aller Deals“ mit Indien. Und nun auch noch eine „strategische Partnerschaft“ mit den Golfstaaten: Deutschland und die EU lassen, so scheint es, derzeit nichts unversucht, um sich aus der gefährlichen Abhängigkeit von den USA zu lösen und neue Märkte zu erschließen.

Es wird höchste Zeit. „Europa riskiert, unterworfen, gespalten und deindustrialisiert zu werden“, warnt der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi. Angesichts der rücksichtslosen Großmachtpolitik von US-Präsident Donald Trump müsse die EU nicht nur neue Partner suchen, sondern sich zu einer schlagkräftigen Föderation weiterentwickeln, sagte Draghi Anfang Februar.

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