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Bankenreform

Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten

| 9. Oktober 2020
istock.com/simonidadjordjevic

Vollgeldreformer äußern zu Recht Kritik an der Giralgeldschöpfung. Aber die daraus abgeleiteten Reformvorschläge basieren aus Sicht der Modern Monetary Theory auf einer nicht haltbaren Ökonomik.

Die Reformideen der Vollgeldinitiativen scheinen vor allem durch gesellschaftliche Missstände motiviert. Dabei verweisen Vollgeldreformer üblicherweise auf die Finanzkrise, die Einkommens-und Vermögensungleichheit und die damit einhergehende vermeintliche Begrenzung der staatlichen Verschuldungsfähigkeit.

Im Zentrum ihrer Kritik stehen die destruktiven Aktivitäten des Bankensektors. Berechtigterweise äußern Vertreter der Vollgeldreform Kritik daran, dass die übermäßige und fehlgelenkte Kreditvergabe von Geschäftsbanken mit negativen Folgen für die Realwirtschaft einhergehen. Tatsächlich musste die Finanzierung der produktiven Realwirtschaft in großen Teilen längst Casinoaktivitäten auf den unproduktiven Finanzmärkten weichen.

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