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MMT

Modern Money Theory – Die falsche Verheißung

| 9. Oktober 2020
istock.com/Devonyu

Entgegen dem Anspruch der Modern Money Theory, eine umfassende Theorie des Geldsystems darzustellen, bleiben die Probleme des bestehenden Giralgeldregimes der Banken, der Geldpolitik und des Finanzsystems stark unterbelichtet.

Die Bezeichnung Modern Money Theorie – kurz MMT – kündigt eine umfassende Geldtheorie an. Tatsächlich aber stellt sich die in den USA beheimatete MMT eher als ein Baukasten diverser Hypothesen dar. MMTer reden von diesen Hypothesen als seien sie ihre eigenen (›MMT sagt…‹; ›MMT zufolge…‹[1]), aber das meiste davon kommt aus dem Postkeynesianismus und dem Circuitismus.

Einen ausdrücklichen Bezug stellt die MMT zum Chartalismus her. Der Ausdruck stammt aus dem Buch Staatliche Theorie des Geldes von Georg-Friedrich Knapp (1905), hat als Vorläufer die britische Currency School des 19. Jahrhunderts und wurde in den 1930–50er Jahren unter anderem vom deutschen Ordoliberalismus und von Keynes und Lerner weitergeführt. Dieser Lehrtradition zufolge ist das Geldsystem ein Geschöpf der staatlichen Rechtsordnung.

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