Zahl der Woche
Zahl der Woche: 6 Prozent
Heute (27. Februar) ist der von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisation beworbene Equal Pay Day. Das Datum soll symbolisch markieren, bis zu welchem Kalenderdatum Frauen statistisch „unbezahlt arbeiten müssten“, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu kommen – berechnet auf Basis des unbereinigten Gender Pay Gap. Der liegt in Deutschland deutlich über zehn Prozent. Unsere Zahl der Woche lautet jedoch: 6 Prozent.
Sechs Prozent – so hoch ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts der bereinigte Gender Pay Gap. In dieser Berechnung werden Unterschiede in Branche, Arbeitszeit, Qualifikation, Berufserfahrung und Position herausgerechnet. Diese Methode ist analytisch sauberer. Übrig bleibt ein Rest, der sich mit den verfügbaren Variablen nicht erfassen und Raum für Interpretationen lässt.
Was bedeuten diese sechs Prozent? Stehen sie für eine strukturelle ökonomische Benachteiligung von Frauen? Oder sind sie vielmehr das Ergebnis unterschiedlicher Prioritäten der Geschlechter? Hier wird es komplex. Und deswegen gab es darüber im Rahmen unseres neuen Debattenformats den ersten Krach in der Redaktion: