Treffen der Außenminister: BRICS scheitert am geopolitischen Stresstest
Beim BRICS-Treffen in Neu-Delhi wurden die inneren Spannungen der Staatengruppe sichtbar. Vor allem der Konflikt zwischen Iran und den Emiraten offenbart die begrenzte geopolitische Geschlossenheit der BRICS.
Beim Außenministertreffen der BRICS-Staaten am 15. Mai in New Delhi konnten sich die Mitglieder zwar auf die Forderung nach einem unabhängigen Staat Palästina verständigen. Hinter den Kulissen traten jedoch tiefe Spannungen innerhalb der Staatengruppe offen zutage. Den BRICS-Verbund bilden Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Äthiopien, Ägypten, der Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesien.
Vor allem zwischen Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es laut Teilnehmern zu heftigen Auseinandersetzungen über den Gaza-Krieg, die Rolle der Hamas und die Kontrolle über die Straße von Hormus. Wegen der Differenzen scheiterte eine gemeinsame Abschlusserklärung. Stattdessen wurde lediglich ein „Chair’s Statement“ des indischen Gastgebers veröffentlicht – ein diplomatisches Signal mangelnder Einigkeit.
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