Brief aus Brüssel

Der Preis des Versagens in Afghanistan

| 24. August 2021

Nach dem Afghanistan-Debakel droht die große Abrechnung – zulasten der Europäischen Union.

Eine „geopolitische Kommission“ hatte Ursula von der Leyen versprochen, als sie 2019 die Leitung der Brüsseler EU-Behörde übernahm. In der Außenpolitik werde Europa künftig in der ersten Reihe spielen, versprach die frühere Bundesverteidigungsministerin.

Doch schon bei der Ermordung des iranischen Generals Quasem Soleimani durch die USA im Januar 2020 hat von der Leyen ihr Versprechen gebrochen. Nach tagelangem Zögern schlug sich die deutsche Präsidentin der Europäischen Kommission auf die Seite der USA - das war’s. Auch jetzt, nach dem Debakel in Afghanistan, ist die „geopolitische Kommission“ abgetaucht. Von der Leyen, die noch 2019 die angeblichen Erfolge der Bundeswehr in Afghanistan lobte, schweigt zu dem Chaos, das die USA und ihre Alliierten angerichtet haben.

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