Makroskop
Freiburger Diskurse

Die Mär vom demografischen Untergang. Wie die alternde Gesellschaft dramatisiert wird

| 05. Mai 2026

Die Alterung der Gesellschaft ist einmal mehr in aller Munde. Rentenkommissionen grübeln darüber, wie sie die Rente der Zukunft sichern können. Angeblich läuft Deutschland auf eine nie dagewesene demographische Katastrophe zu: Es gibt nur noch Rentner und keine arbeitende Bevölkerung mehr. Wie soll das funktionieren?

Der Journalist Andreas Hoffmann hat sich in seinem im März 2026 erschienen Buch der "erfundenen Bedrohung“ angenommen. Es ist auch eine Geschichte der deutschen Angst vor der Alterung. Die Angst vor der demographischen Katastrophe begleitet die Deutschen schon seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Katastrophe ist bisher nicht eingetreten. Ist es jetzt soweit?

Hoffmann geht in seinem Vortrag auf die Panikmache der Vergangenheit ein. Er legt die fehlerhaften Annahmen dar und geht auf die Zukunft des Sozialstaates ein. Hat er noch eine Chance oder sind wir bald alle alt? 

Der Referent: Andreas Hoffmann ist diplomierter Volkswirt und Journalist mit über 25 Jahren Erfahrung im politischen Berlin. Er hat unter anderem für die Frankfurter Rundschau, den Tagesspiegel, die Süddeutsche Zeitung und seit 2008 über I5 Jahre lang für das Hauptstadtbüro des Stern geschrieben.