Was der Wechsel an der Spitze der Fed bedeutet
Mit Kevin Warsh rückt ein geldpolitischer Falke an die Spitze der Fed. Der Führungswechsel fällt in eine Phase steigender Energiepreise und neuer Inflationsrisiken – mit möglichen Folgen weit über die USA hinaus.
An der Spitze der amerikanischen Notenbank zeichnet sich ein bedeutender Kurswechsel ab. Die Amtszeit von Jerome Powell als Vorsitzender der Federal Reserve System endet am 15. Mai. US-Präsident Donald Trump nominierte bereits Ende Januar den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger. Der Senat hat inzwischen eine wichtige Verfahrenshürde genommen, die endgültige Bestätigung gilt als wahrscheinlich.
Der Wechsel erfolgt in einer heiklen Phase. Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran sind weltweit die Energiepreise gestiegen. In den USA beschleunigte sich die Inflation zuletzt wieder deutlich: Vor allem höhere Benzin- und Energiekosten trieben die Verbraucherpreise auf 3,8 Prozent. Auch die Kerninflation bleibt oberhalb des Fed-Ziels.
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