Friedrich Merz: Mit Vollgas in den Krater des Vergessens
Vom Terror-Schreier zum Mullah-Flüsterer: Friedrich Merz stolpert durch seinen persönlichen „Krater des Vergessens“. Zwischen diplomatischen Stilblüten und EU-Kopfnüssen versucht er die Weltrettung. Spoiler: Es bleibt lächerlich. Merz & Mullah? Ab jetzt BFF!
Friedrich Merz ließ sich am Montag mit den Worten zitieren, dass Europa „eigene diplomatische Vorstellungen“ von der „Lösung des Irankonflikts“ entwickelt habe, da es den (vom Iran „gedemütigten“) USA an strategischem Vorgehen mangele.
Kann es sein, dass der gute Mann über Nacht auf den Kopf gefallen ist?
Wir möchten die Schlaglöcher in seinem Gedächtnis, die wir heimlich den „Krater des Vergessens“ nennen, einmal kostenlos & unverbindlich wiederauffüllen. Und zwar mit seinen eigenen weltbewegenden Statements von kürzlich, als er den USA noch die völlige völkerrechtliche Legitimität ihres Scheiß-Angriffskriegs bescheinigte – und dem Iran einfach den totalen Terror: Denn der Iran verbreite nun mal Terror – und zwar einen Terror, der „unsere Partner und uns gefährdet, ALLE ZUSAMMEN!!“, und sei außerdem für „maßgebliche Teile“ (?) des Terrors verantwortlich“, und zwar „PERSÖNLICH“ (??). Sieh an, der Iran persönlich?
Wie man einen als Presseerklärung vorformulierten Text vom Blatt ablesen & mit schlecht gespielter Gravitas in drei Sätzen zweieinhalb Stilblüten unterbringen kann, wäre uns eigentlich unerklärlich, wenn es sich nicht um Merz handelte, bei dem man nie genau weiß, ob er sich eigentlich, ohne es zu merken, über SIE DA DRAUSSEN lustig macht - oder seine Redenschreiber sich über ihn.
Egal! Terrortruppe, Mullahmörder, bombt sie platt!
Damit ist natürlich eine prima Grundlage für fruchtvolle Gespräche mit dem Iran geschaffen. Echt clever!
Die Wahrheit ist, dass Friedrich „FF“ Merz sich noch nicht einmal in Brüssel, noch nicht einmal vonderLeyen gegenüber durchsetzen kann. Was beispielhaft etwa in der letzten Woche aufschien, als Merz die Lockerung von EU-Sanktionen gegenüber dem Iran ins Spiel brachte, um sich von der halb so großen Kommissionspräsidentin direkt eine Kopfnuss zu holen: „Nö!“ Es gebe nämlich einen „Grund“ für diese Sanktionen. „Und dieser Grund ist ihr (der Mullahs, Anm. d. Red.) Verhalten gegenüber ihrer eigenen Bevölkerung“ – Unterdrückung, Menschenrechte, Frauenrechte, insbesondere der und vor allem die der Frauen. Lol!
Wenn Merz also feststellt, dass die USA weder eine übergeordnete Strategie (für die Region) noch eine Exitstrategie (für sich selbst) noch eine Gesprächsstrategie (für die Verhandlungen) hätten, dann ist das richtig. Die US-Regierung ist lächerlich – und neuerdings für jeden nun auch als lächerlich zu erkennen. Nur: die EU & Deutschland sind es eben leider auch.
Dass Merz jetzt so tut, als könne ausgerechnet er dafür sorgen, dass für „unsere Partner und uns – ALLE ZUSAMMEN!“ irgendeine auch nur annähernd gesichtswahrende Lösung entsteht, und das womöglich noch durch sein eigenes diplomatisches Geschick, „PERSÖNLICH!“, ist wahrscheinlich das Lustigste, was Sie heute hören werden.
Merz & Mullah = Kopf ab? Nee, ab jetzt BFF!