Rumänien, neue Krise, alte Erkenntnis: Osteuropa steckt in der Aufwertungsfalle
Steigende Arbeitskosten, sinkende Wettbewerbsfähigkeit: Osteuropa gerät durch reale Aufwertung zunehmend in eine wirtschaftliche Sackgasse – die politischen Krisen sind nur der Vorbote.
„Like a Dentist“ (Name der neuen Kolumne von Heiner Flassbeck auf MAKROSKOP) geht auf ein Diktum von John Maynard Keynes zurück: Ökonomen sollten keine Propheten oder Ideologen sein, sondern nüchterne Praktiker – wie ein Zahnarzt: sachlich, pragmatisch und am konkreten Problem orientiert.
Wenn es eine Konstante in Osteuropa gibt, dann ist es der Mangel an Konstanz. Nirgendwo sonst gibt es so häufige Regierungswechsel oder verzweifelte Versuche, durch eine Neuwahl nach der anderen zu einer handlungsfähigen Regierung zu kommen. Eine eklatante Neuwahlserie hatte etwa Bulgarien hingelegt, bevor nach den Wahlen vor zwei Wochen wenigstens Hoffnung auf die Bildung einer handlungsfähigen Regierung besteht. Jüngster Fall ist Rumänien, wo eine erste im letzten Sommer gebildete Regierung zu Anfang dieses Jahres schon wieder auseinandergefallen ist und der Premierminister gestürzt werden soll.
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