Warum die Union den Tag der Arbeit streichen wollte
Die Union hatte vorgeschlagen, den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag abschaffen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das setzt voraus, dass das Arbeitsangebot und nicht die Nachfrage das Problem ist. Ob das auf die aktuelle konjunkturelle Lage zutrifft, ist fraglich.
Der erste Mai ist für manche nur ein willkommener Feiertag, für andere ein symbolisch aufgeladener Tag des Erfolgs. Die Gewerkschaften gehören zur letzteren Gruppe. Sie waren es, die an jenem Kalendertag 1886 zum Generalstreik mit der Forderung nach dem Achtstundentag in den USA aufrufen.
Damals arbeiteten die Beschäftigten in der Regel noch an sechs Tagen die Woche zehn Stunden, in manchen Industriezweigen – etwa in der Stahlindustrie oder den Textilfabriken – gab es sogar 12-Stunden-Schichten an sechs oder sieben Tagen die Woche. Doch bis der Acht-Stunden-Tag Gesetz und der erste Mai Feiertag wurde, dauerte es in Deutschland noch einige konfliktreiche Jahre.
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