Makroskop
Finanzmärkte

Braucht die europäische Wirtschaft die Kapitalmarktunion?

| 14. April 2026

Die Kapitalmarktunion bringe der Realwirtschaft dringend benötigtes Kapital, heißt es. Haben die europäischen Unternehmen ein Finanzierungsproblem – und würden stärkere Finanzmärkte Abhilfe schaffen?

Mehr reale Investitionen durch offene, ressourcenstarke und integrierte Kapitalmärkte wie in den USA. So lautet eins der verheißungsvollen Versprechen, das die Europäische Union seit der Antrittsrede von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vor rund zehn Jahren gerne herausstellt. Das eingängige Stichwort für das Projekt: die Kapitalmarktunion.

Anders als in den USA erfolgt die Unternehmensfinanzierung in Europa nach wie vor überwiegend über klassische Bankkredite und weniger über die Finanzmärkte. Das sei ein Nachteil und begrenze den Zugang zu Kapital, um Investitionen zu finanzieren, heißt es oft. Die proklamierte Lösung für eine florierende Realwirtschaft: mehr Finanzmarkt – und damit eine Harmonisierung (und Absenkung) des europäischen Wirtschaftsrechts.

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