Die Anywhere-Somewhere-Sackgasse
Wo bleibt die Generation der Politiker, die die Kluft zwischen „Anywhere“ und „Somewhere“ überbrücken kann?
Die Braunhemden kehren nicht zurück, schrieb ich vor etwa 10 Jahren in einem Aufsatz über den europäischen Populismus für einen deutschen Think Tank. Die Kluft zwischen Mainstream- und populistischen Parteien ist vielmehr innerhalb des Liberalismus zu verorten, nämlich zwischen dem großstädtischen und volksnahen Liberalismus, so damals mein Argument.
Der Aufsatz nahm meine spätere Formulierung vorweg, wonach es Menschen gibt, die die Welt von einem „Anywhere“ aus betrachten, und solche, die sie von „Somewhere“ aus betrachten. Die „Anywheres“ sind hochgebildete, oft mobile Menschen, die Offenheit und Autonomie schätzen und mit Veränderungen gut zurechtkommen, während die „Somewheres“ jene sind, die ihre Identität eher aus bestimmten Orten und Gruppen beziehen und sich durch raschen Wandel eher verunsichert fühlen.
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