Makroskop
Bezemers Bilanz

Es mangelt nicht an Ideen für neues Geld

| 14. April 2026

In Europa droht ein monetärer Wettbewerb um die Kontrolle des Zahlungsverkehrs. Doch welche Geldordnung ist für Europa die klügste Wahl?

In der „Woche des Geldes“, die Ende März bereits zum fünfzehnten Mal in den Niederlanden stattfand, sollten junge Menschen lernen, „kluge finanzielle Entscheidungen zu treffen“. Die entsprechenden Unterrichtsmaterialien stellt das Finanzministerium bereit. Ausgerechnet zu jenem Zeitpunkt erreichte mich ein Vorschlag, die Geldmenge an die weltweite Fläche unberührter Natur zu koppeln. Auch eine Form der „Geldentscheidung“, allerdings von deutlich grundsätzlicherer Art. Ob ich das nicht unterstützen wolle?

Solche Geldreformer gehen davon aus, dass die Wirtschaft ein grundlegendes Problem hat – und dass dessen Ursache im Geldsystem selbst liegt. Entsprechend vielfältig sind die Vorschläge. Die niederländische Initiative „Ons Geld“ etwa kritisiert, dass Geschäftsbanken Geld in Form von Krediten schöpfen. Die Alternative wäre schuldenfreies Geld, geschaffen und verwaltet von einer öffentlichen Institution – eine Idee, die schon amerikanische Ökonomen in den 1930er-Jahren vertraten.

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