Die Neoklassik ist inkonsistent und irrelevant
Die Gleichgewichtsmodelle der Neoklassik müssen logisch scheitern. Zentrale Größen wie Zins und Inflation können sie nicht erklären.
In der langen Serie MAKROSKOP for beginners (hier die letzte Folge), die sich mit der Neoklassik auseinandergesetzt hat, ist vieles Richtige gesagt worden. Dennoch bleibt bei mir der Eindruck, dass die Kritik nicht weit genug ging und entscheidende Elemente nicht genannt wurden. Ich will daher versuchen, in drei kurzen Papieren den Kern der Kritik, so wie ich ihn sehe, noch einmal herauszuarbeiten. Ausführlicher und mit Literaturverweisen versehen findet man das alles in meinem letzten Buch aus dem Jahre 2024.
Teile der Kritik, die in der Serie vorgebracht wurden, beziehen sich darauf, dass die Neoklassik in vieler Hinsicht vollkommen unrealistische Annahmen macht. Vollkommene Information aller Markteilnehmer ist die in vielen kritischen Arbeiten am häufigsten genannte. Einer der klügsten Kritiker der Neoklassik, der Philosoph und Erkenntnistheoretiker Hans Albert, nannte die Methode der Neoklassik schon in den 1960er Jahren „Modellplatonismus“, weil Aussagen gemacht werden, die zwar innerhalb des Modells richtig sind, sich aber einer empirischen Überprüfung und der Möglichkeit der Falsifikation entziehen.
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