Makroskop
Todestag von Keynes

Ein Architekt der Moderne: 80 Jahre ohne Keynes

| 21. April 2026

Am Dienstag vor 80 Jahren verlor die Welt mit John Maynard Keynes einen ihrer hellsten ökonomischen Köpfe. MAKROSKOP blickt zurück auf ein Leben zwischen wirtschaftsmathematischer Präzision und politischer Revolution.

Cambridge, Versailles, Bretton Woods – die Stationen von Keynes sind zentrale Wegmarken des 20. Jahrhunderts. Dort bewies der britische Ökonom, dass er kein bloßer Theoretiker im Elfenbeinturm war, sondern Krisenmanager, Kunstmäzen und einer der schärfsten prominenten Kritiker des blinden Marktglaubens. Er lehrte, dass Wirtschaft kein Naturgesetz ist, sondern Gestaltungswillen und Gestaltungsmacht braucht.

Kurz vor diesem Jubiläum hat die Keynes-Forschung selbst einen bedeutenden Verlust erlitten: Am 15. April 2026 verstarb mit Robert Skidelsky einer der profundesten Kenner und Biographen von Keynes – nur wenige Tage vor dessen 80. Todestag.

Anlässlich seines Todestags am 21. April hat MAKROSKOP die wichtigsten Meilensteine dieses außergewöhnlichen Lebens aufbereitet. Von seinen frühen Warnungen vor dem wirtschaftlichen Kollaps Mitteleuropas durch den Versailler Vertrag bis hin zum Einsatz für den Bancor zur internationalen geldpolitischen Koordination: Keynes’ Ideen wirken nach – bis heute.